Spätestens seit sich europaweit potenzielle terroristische Attentäter aus der zweiten und dritten Migrantengeneration muslimischen Glaubens und jungen Konvertiten rekrutieren, stellt sich die Frage nach einem möglichen Zusammenhang zwischen der Religion dieser Menschen und den daraus in europäischen Gesellschaften schung und Sicherheitspolitik, entstehenden Radikalisierungspotenzialen. Denn mit dem Aufkommen jihadistisch-motivierter terroristischer Gewalt ist das Risiko von Anschlägen mit hohen Opferzahlen und gravierenden Sachschäden stark gestiegen. Außerweltlich orientierte Attentäter nehmen scheinbar weder auf ihre weltlichen Bezugsgruppen noch auf sich selbst Rücksicht – je verheerender der Anschlag, desto größer die vermeintliche Huldigung an den Gott, in dessen Namen der Anschlag verübt wird.

hdl.handle.net/1765/22261
ISS Staff Group 1: Economics of Sustainable Development
Aus Politik und Zeitgeschichte
Beilage zur Wochenzeitung 'Das Parlament'
International Institute of Social Studies of Erasmus University (ISS)

Murshed, S.M, Pavan, S, & Sirseloudi, M. (2010). Radikalisierung von europäischen Muslimen: Zwei Ansätze. Aus Politik und Zeitgeschichte, 44, 39–46. Retrieved from http://hdl.handle.net/1765/22261