Während die schweizerischen Strafverfolgungsbehörden bei Kenntnis über einen Tatverdacht grundsätzlich zur Strafverfolgung verpflichtet sind, besteht in den Niederlanden keine entsprechende Pflicht. Mit dieser in der Geltung des Legalitäts- bzw. Opportunitätsprinzips begründeten, gegensätzlichen Rechtslage befasst sich die vorliegende Dissertation. Auf die konzise Erörterung der Bedeutung der beiden Strafprozessmaximen in den nationalen Rechtsordnungen der Welt folgend, zeigt die Arbeit umfassend und detailliert die unterschiedliche Entwicklung, Funktion und Begründung der beiden Strafprozessmaximen in der Rechtsordnung der Schweiz und der Niederlande auf. Anhand übergeordneter Massstäbe, insbesondere den eingehend dargestellten Konsequenzen des internationalen Rechts, werden die nationalen Konstellationen abschliessend normativ bewertet. [This dissertation is produced as a "Joint Doctorate / Cotutelle" by the Erasmus Universiteit Rotterdam and the Universität Zürich]

Ermessen, Legalitätsprinzip, Netherlands, Opportunitätsprinzip, Rechtsgeschichte, Rechtsvergleichung, Switzerland, aut dedere aut iudicare, beklag over het niet vervolgen, criminal law, criminal procedure, discretion, expediency principle, legaliteitsbeginsel, opportuniteitsbeginsel, principle of mandatory prosecution, rechtsgeschiedenis, rechtsvergelijking
H. de Doelder (Hans) , W. Wohlers (Wolfgang)
Erasmus University Rotterdam
978-3-7255-6704-1
hdl.handle.net/1765/37264
Published by: Schulthess Juristische Medien (http://www.schulthess.com/)
Erasmus School of Law

Went, F.H. (2012, September 20). Das Opportunitätsprinzip im niederländischen und schweizerischen Strafverfahren: Eine rechtsvergleichende Studie unter besonderer Berücksichtigung der Rechtsgeschichte und des internationalen Rechts. Erasmus University Rotterdam. Retrieved from http://hdl.handle.net/1765/37264